Conny´s
kleine Reiterecke
Auf dieser Seite findet ihr einiges über das "Pferd" und alles was dazugehört. Desweiteren folgen Bilder von meinem, damaligen Pferd und vieles mehr.
Für Einsteiger:

Ähnlich wie beim Meeri*gg* ist auch das Pferd/Pony ein Fluchttier. Es lebt in der Herde und ist auch -wie ein Meeri- ein reiner Pflanzenfresser. Das Pferd ernährt sich hauptsächlich vom Heu, Gras, Stroh und bekommt, von uns 2-Beiner´n, Kraftfutter, Hafer, Möhren, Äpfel usw.
Wildpferde gibt es nur noch sehr wenige. Die meißten Pferde/Ponys werden bei uns als Reitpferde gehalten. Auch hier gibt es die Möglichkeiten das Pferd in einer reinen Stallhaltung oder auch ganzjährig auf der Weide zu halten. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die Außen- oder auch Robusthaltung genannt verträgt nicht jedes Tier. Geeignet sind hier fast alle Ponyrassen aber auch einige Großpferde vertragen das ebenfalls sehr gut. Denn immerhin ist es der Ursprung und beugt so, sämtlichen Atemwegserkrankungen vor.
Warum haben einige Pferde Hufeisen andere nicht?
Das hängt damit zusammen wieviel ein Pferd (oder Pony) wirklich auf hartem Untergrund laufen muß. Ein Kutschpferd wird grundsätzlich beschlagen, da der empfindliche Huf somit geschont wird (es läuft ja vor der Kutsche und diese meißtens auf der Straße). Ein Koppelpferd was nur wenig auf Straßen/Gehwegen läuft, benötigt sicherlich keinen Beschlag. Aber es gibt auch Pferde mit Hufkrankheiten, wo ein bestimmter Beschlag (Hufeisen) sehr sinnvoll sein kann.
Wo ist der Unterschied zwischen Pferd und Pony?
Der Unterschied liegt in der Größe und ist meißtens auch deutlich zu sehen. Aber es gibt einen Richtwert und da liegt es tatsächlich an der genauen Größe. Gemessen wird im Stock oder Bandmaß. Ein Pony darf nicht größer als 1,48 m Stm (Stockmaß) sein. Ist es wenig darüber so nennt man es Kleinpferd. Ein Großpferd ist in der Regel 1,60 m Stm und es gibt wirklich riesige Pferde mit einem Maß von 1,80 m und darüber.
Wie wird gemessen?
Gemessen wird vom Boden bis zum höchsten Punkt des Widerrist´s. Der befindet sich auf dem Rücken am Mähnen/Halsende. (.......)
Kann ich mit (m)einem Pferd alles machen (Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Kutsche....)?
Die erste Antwort ist Jein. Es gibt da einige Unterschiede zwischen den einzelnen Pferden. Man unterscheidet Rasse, Alter, Größe und auch den Charakter des Tieres.
Man wird wohl kaum mit einem Shetlandpony (sehr kleines Pony) eine große "Hochzeitskutsche" ziehen können und ein Kaltblüter (Brauerei-Pferd) macht sich in der Dressur auch nicht gut. (zu schwerfällig) Aber sehr wohl kann man mit einem guten Dressurpferd auch springen und umgekehrt. (Je nach Ausbildungsstand)
Die Dressur ist auch noch eine Besonderheit. Hier ist der Charakter auch von großer Bedeutung. Die Dressuraufgaben erscheinen den Laien als einfach gerittene Aufgaben. Wenn es so wirkt ist dies natürlich beabsichtigt allerdings steckt hinter jeder Aufgabe, harte Arbeit. Das Training hierzu ist ausgezeichnet von der Arbeit im Viereck/Halle, der Arbeit "an der Hand" (das Pferd wird vom Ausbilder geführt) und mittels Befehlen und Wiederholungsübungen an den nächsten Schritt herangeführt. Ebenso wichtig ist die Abwechslung im Training damit das Pferd "frisch" und ausgeglichen bleibt. Man geht ins Gelände (Ausritt) oder das Pferd wird longiert (Ausbilder in Mitte und Pferd an Leine=Longe, geht im Kreis um Ausbilder herum). Für die Kutschfahrt benötigt das Pferd eine besondere Ausbildung und muß ersteinmal daran gewöhnt werden. Pferde die diese Ausbildung nicht haben, können beim Einspannen (an der Kutsche befestigen) erhebliche Probleme bereiten und regelrechte Panik bekommen. Denn es hängt ja ein Gewicht, die Kutsche, hintenan und das ist für ein untrainiertes Pferd ungewohnt und es folgt seiner Natur, in dem es erstmal flüchtet und versucht davonzulaufen.
Die sog. Longenstunden (gespr. Longsche) sind für Reitanfänger am geeignetsten. Der Ausbilder steht in der Mitte des Zirkels, so bezeichnet man den abgegrenzten Bereich in der Reitbahn in Form eines großen Kreises und der Anfänger sitzt auf dem Pferd. Dieses ist mittels der Longe = Leine "verbunden" mit dem Ausbilder (Reitlehrer). Er hält die Longe in der Hand.
Der Reiter kann so, sicher den
Anweisungen folgen und braucht sich erstmal nicht darum zu kümmern ob das Pferd
vorwärts läuft oder nicht. Denn der sichere und richtige "Sitz" ist
da A+O in der Reiterei. Ein sog.
FN-Reitbetrieb
ist eine
gute Wahl und man findet dort schnell geeignete Ausbilder.

Bei vielen jungen Mädchen (Jungen sind anteilig eher selten zu finden) ist das Voltigieren der Einstieg in die Reiterei. Beim Voltigieren steht der Ausbilder wie oben beschrieben in der Mitte und die Kinder praktizieren auf dem Pferderücken, gymnastische Übungen (je nach Schwierigkeitsgrad). Das ganze ohne Sattel und es gibt lediglich einen Voltigiergurt der um den Pferdebauch geschnallt ist, mit 2 Haltegriffen. So bekommt man die Bewegungen des Pferdes sehr gut mit und man bekommt einen festen Sitz. Ein guter Sitz zeichnet sich dadurch aus, daß man ohne Zwischenraum mit dem eigenen Po und dem Pferderücken verbunden ist. Das heißt auch, daß man so in jeder beliebigen Gangart sitzen kann. Das ganze natürlich locker und unverkrampft. Die Zügel sind da keine "Festhaltemöglichkeit" sondern damit wird das Pferd gelenkt. Ein guter Reiter hält sich auch im Galopp nur mit Po und Beine auf dem Pferderücken. (ohne augenscheinlich dabei hochzuhüpfen und damit dem Tier jedesmal ins Kreuz zu fallen) Das hört sich alles schwierig an, wer jetzt vielleicht 1 x auf einem Pferd saß. Aber hier macht die regelmäßige Übung viel aus. Wer täglich reitet und übt bekommt viel schneller einen vernünftigen Sitz als wenn man nur 1x die Woche reitet (man bedenke dann jedesmal auch den erneuten Muskelkater*g*)
Wer jetzt bereits sicher sitzt kann auch schon einmal in "die Bahn" gehen. Soll heißen, der Reiter kann jetzt ohne direkte Verbindung (Longe) ersteinmal in einem abgregrenzten Viereck (so bezeichnet man eine Reitbahn, mindestmaß 20 x 40m) seine erlernten Fähigkeiten ausprobieren. Auch hier ist er natürlich erstmal auf die Anweisungen seines Reitlehrer´s angewiesen. Wer hier viel Ehrgeiz besitzt, wird schnell Fortschritte machen und dann erst in den richtigen"Reitgenuss" kommen. Ganz ohne Theorie geht es auch für den Freizeitreiter nicht. Denn wir haben es ja mit einem Lebewesen zu tun und müssen natürlich einige Dinge beachten. Auch wenn man nicht "hoch" hinaus möchte und eher lieber nur im Gelände reitet, sollte man sicher über ein paar Grundregeln klar sein.
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1. Ein krankes Pferd/Pony wird grundsätzlich nicht geritten!
2. Vor dem Reiten das P. gründlich putzen und die Hufe kontrollieren (eingetretenes etc.)
3. Das Zubehör auf Mängel überprüfen! (Sattel, Trense)
4. Geeignete Kleidung tragen. Für Anfänger unbedingt einen Reithelm!
5. Langsam beginnen (Aufwärmphase) und vorm Ende 10 Min. im Schritt reiten.
6. Ein stark schwitzendes Pferd evtl. noch länger trocken reiten und ggf. hinterher mit Stroh u.ä. abreiben. Niemals nass in die Box stellen!
7. Ein stark erhitztes P. nicht schnell saufen lassen. (Hitzschlag!) erst langsam abkühlen s.o.
8. Im Gelände (Wald etc.) stets einen Reithelm tragen. Herabhängende Äste, können einem so schnell nicht verletzen bzw. mit Haaren daran hängenbleiben.
9. Im Gelände nur da reiten wo es erlaubt ist (siehe Hinweisschilder) und nur auf übersichtlichen Strecken im Galopp reiten.
10. Ein Reitanfänger sollte niemals alleine in´s Gelände gehen, besser ist immer zu zweit oder in der Gruppe.
Es gibt natürlich noch jede Menge mehr zu beachten aber das erstmal im Wesentlichen.
Benötige ich Reithelm, Reithose, Reitstiefel?
Ja, wobei dazu zu sagen ist, daß ein Reitanfänger grundsätzlich mit einem Reithelm/Reitkappe ausgestattet sein sollte. Aus Sicherheitsgründen. Denn nur so ist gewährleistet, daß bei einem Sturz der Kopf entsprechend abgesichert ist. Hier kommt es auf die Passform an. Ein Kind braucht einen ebenso geeigneten Helm wie ein Erwachsenener und wenn Mutter und Tochter verschiedene Kopfgrößen haben, benötigen sie auch "2" Helme. Der Helm sollte fest (aber nicht zu fest) auf dem Kopf sitzen und am besten mit einem Riemen unter dem Kinn zu befestigen sein. Der sog. Kinnschutz, hat nach neuesten Bestimmungen, nicht mehr die entsprechende Sicherheitsnorm. Es gibt Fälle, da haben sich einige beim Sturz den Kiefer angeknackst. Wer natürlich noch so einen Helm besitzt, darf ihn ruhig behalten, weil man den Kinnschutz ja abnehmen kann.
Eine Reithose ist sicher eine praktische "Sache". Sie liegt eng am Bein und ist in der Regel mit einem Knieleder versehen (gibt auch Ganzleder) am Beinende befindet sich ein Klettverschluß und man paßt so vernünftig in die Reitstiefel.
Eine Anschaffung einer meißt teuren Reithose, lohnt sich wirklich nur, wenn man öfter reitet. Heutzutage gibt es aber auf dem Gebrauchtmarkt schöne Reithosen zu günstigen Preisen. Meißt haben die Reitställe/Vereine, an dem "schwarzen Brett" Werbung für günstiges Zubehör oder die Reiter verkaufen ihre Privatkleidung selbst.
Wer natürlich erstmal ausprobieren möchte, kann auch mit Jeans, Jogginghose etc. reiten. Wichtig ist die Bequemlichkeit (nichts darf einengen) auch darf nichts behindern. (weite Röcke etc.)
Ein Reitstiefel erfüllt mehrere Funktionen. Zum einen liegt er -wie die Hose- eng am Bein und paßt zudem hervorragend in die Steigbügel. Der Stiefel hat einen langen Schaft und der Fuß ist gestützter (wichtig für Anfänger) und wirkt somit besser ein, bei den treibenden Hilfen (dazu mehr). Ferner ist er praktisch, wenn man das P. durch matschige Weiden führt und im Gelände kann sich auch hier nichts verheddern. Ein Reitstiefel gibt es in Gummi oder Leder. Es gibt auch schon schöne Gummireitstiefel die sehr gut verarbeitet sind (informieren lohnt) und ein teurer Lederreitstiefel (ab 200 Eur) ist sicher bequem aber absolut kein Muß für einen Reitanfänger.
Ein herkömmlicher Gummistiefel ist für die erste Probestunde aber auch ausreichend. Ungeeignet sind Sandalen (man bedenke nur, daß das P. beim putzen einem auf die Füße steigt -aua-)und dicke Sportschuhe oder Winterboots, die meißtens nicht in die Steigbügel passen.
Fazit: Wer erstmal ausprobieren möchte, kommt mit normalen Gummistiefeln und einer Leggings wunderbar aus. Lediglich benötigt man einen (gebrauchten?) Reithelm.
So ist man für die erste Reitstunde gut gerüstet.
Was sind Gangarten?
Schritt, Trab, Galopp sind die Gangarten des Pferdes. Es gibt eine Pferderasse, das sind die Isländer, die beherrschen 2 weitere Gangarten: Der Pass und der Tölt.
Im nachfolgenden geht es um die 3 Grundgangarten:
Der Schritt ist die langsamste Gangart des Pferdes und ist ein 4-Takt. Das heißt wenn das Pferd mit dem rechten Vorderfuß beginnt, folgt dann linker Hinterfuß, linker Vorderfuß und rechter Hinterfuß.
Der Trab ist die zweitschnellste Gangart und ist ein 2-Takt.
Rechter Vorderfuß und gleichzeitig linker Hinterfuß. Dann Rechter Hinterfuß und linker Vorderfuß gleichzeitig.
Der Galopp ist die schnellste Gangart und ist ein 3-Takt.
Hier gibt es den Linksgalopp und den Rechtsgalopp.
Bsp. Linksgalopp: Beginn Rechter Hinterfuß, linker Hinterfuß und rechter Vorderfuß, dann linker Vorderfuß, Schwebephase.
Hört sich kompliziert an, kann man aber gut bei Pferden einmal beobachten und man findet schnell den Unterschied ob es ein Rechts- oder Linksgalopp ist. Ausschlaggebend ist mit welchem Bein das Pferd jeweils beginnt. Wer aber einen Hund zu Hause hat, sollte ihn einmal beobachten. Denn die Gangarten sind gleich.
Jetzt folgen ein paar Begriffe an die man auch als Anfänger nicht vorbeikommt:
Sattel: Ein Sattel ist aus Leder und besteht aus verschiedenen Einzelteilen. Wichtig für den Anfänger sind der Sattelgurt, denn während des Reitens lockert sicher dieser und es muß mitunter mehrmals nachgegurtet werden. Der Gurt ist befestigt am Sattel unter dem Sattelblatt, dort befinden sich i.d.R. 3 Gurtstrippen. Unter dem Bauch wird nun der Gurt von der einen zur anderen Seite an den Gurtstrippen verschnallt. Die Steigbügel sind ebenfalls separat befestigt und nach Länge einzustellen.
Die Satteldecke befindet sich unter dem Sattel und dient als Schutz. Hier gibt es verschiedene Modelle. Wichtig ist, daß die Satteldecke mit Schlaufen am Sattel befestigt ist, damit nichts verrutscht.

Trense: Auch als Zaumzeug bekannt. Sie besteht aus Leder und ist am Kopf des P. anzulegen. An der Trense befindet sich ein Kehlriemen (unter dem Kopf des P. also Kehle) ist dieser zu schließen. Und der Kinnriemen.

Zügel: Diese
sind an der Trense, bzw. an dem Gebißstück befestigt. In der Mitte befindet
sich eine Schnalle und diese muß beim Reiten, zwischen den Händen des Reiters
sein. Ein einfaches Halfter ohne Zügel und Gebiss, benutzt man zum führen und
anbinden. Einige lassen das Halfter bei den Pferden an, um es schneller von der
Weide zu holen. Hier ein Bild:
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