DER ANFANG UND KEIN ENDE IN SICHT?  

Es fing wahrscheinlich an, wie bei jedem von Euch............

..................mit einem Schweinchen!

Meine Tochter wollte damals unbedingt ein Meerschweinchen. Da wir nicht irgendein

Tier, von irgendeinem "Vermehrer" wollten, machten wir uns auf die Suche nach einem seriösen  Züchter. (Dazu muß ich sagen, daß von dem ersten Wunsch bis zur "Erfüllung" 3 Jahre dazwischen lagen).

Wir wurden fündig und entschieden uns für Eines. Schnell wurde im dem ausführlichen Aufklärungsgespräch klar, daß man natürlich nicht eines alleine halten sollte.

Wir wollten von Anfang an versuchen auch alles richtig zu machen und haben gleich, vor Ort, einen Partner für unser Böckchen ausgesucht. Das war so ja nicht geplant aber Zuhause stellten wir fest, daß es sehr gesellige Tiere sind und dazu auch noch sehr redselig (süüüüß).

In einem großen Tiersupermarkt hatten wir bereits alles eingekauft, was ein Meerschweinchen, zum glücklichsein, benötigt. Alles war vorbereitet. Es stand ein Stall bereit (1,20mx0,60m) eine Heuraufe mit Heu gefüllt, 1 Trinkflasche, 1 Futternapf und 1 Schlafhäuschen. 

Schnell enbrannte ein Gerangel um das einzige Häuschen darin und wir kauften ein zweites dazu. Die beiden hatten jetzt jeweils ihr eigenes Reich und waren dann erst so richtig entspannt. Tja, es hatte keiner mehr das Gefühl benachteiligt zu sein. Die Jahre davor hatten wir uns ausführlich mit den Büchern beschäftigt, die meine Tochter erstmals als Erstlektüre zum Lesen bekommen hatte. (Mehr zum Thema Fachbücher; Buchtipps). Wir hatten Spaß an den kleinen Schweinchen, die schnell wuchsen. Auslauf sollten sie natürlich auch haben, so bauten wir innerhalb des Kinderzimmers (25 qm) ein großes Auslaufgehege. Es war lustig zu sehen, wie sie darin herumhüpften. Kurzum........wir wollten auch so einen kleinen "Zoo" in unserem Wohnzimmer. Meine Tochter "beschwerte" sich nämlich über die Daueranwesenheit ihrer Eltern, in ihrem Zimmer zwecks "Schweinegucken". Wir schoben aber auch diesen Gedanken erstmal beiseite (bin halt kein Freund von voreiligen Entschlüssen!!!) und konzentrierten uns erstmal weiterhin auf unsere beiden.

Wir sollten doch dann aber doch schneller zu Mee(h)rschweinchen kommen als uns lieb war.....

Unser Spikey ist krank geworden (Herzkrank) und wir mußten fast 1x die Woche zumTierarzt. Er bekam Spritzen, Aufbaupräparate etc. Er litt unter einer vermehrten Flanken-Atmung und konnte zum Schluß nicht mehr alleine in sein Stall hinein. (Mehr dazu später) Wir waren alle super traurig als er auf dem Weg zum Tierarzt eingeschlafen ist.

(Er hat bei uns im Garten ein schönes Grab bekommen, weil wir ihn nicht beim TA lassen wollten). Wir wollen auf unserer HP ebenfalls eine Rainbowbridge errichten, weil wir auch unserem Spikey damit unvergesslich machen möchten.

Zurück zur eigentlichen Geschichte..........................................nun unser Winni war wohl ziemlich traurig und wollte auch im Auslauf, sich nicht mehr so recht bewegen. Also er war gesund und munter. Er hat auch -Gott sei dank- weiter gefressen aber irgendetwas machte ihn unendlich traurig. Na klar, sein Kumpel war ja weg und das ist für ein Meerschweinchen ziemlich bitter. Immerhin war er es gewohnt nie "allein" zu sein und wir wollten ihm wieder einen Kameraden dazugesellen. Leider fiel mir der Gedanke schon schwer, immerhin war es grad ein paar Tage her, daß uns unser Spikey verlassen hatte. Aber ich stellte meine eigene Trauer hintenan und dachte dabei nur an Winni. Ich stellte mir vor, wie glücklich er wohl wieder sein würde, wenn er einen Partner hätte. Ja und nur das inspirierte mich, mit meiner Familie wiedereinmal auf die Suche zu gehen.

Wieder sollte es ein seriöser Züchter(in) sein und wir wurden wieder fündig. Die1/2 Stunde Autofahrt kam uns unendlich vor. Aber wir wurden belohnt.. Überall quiekte es und es war ein "Augenschmaus" die kleinen Pelzgesellen so fröhlich in ihren Stallungen anzusehen. Meine Tochter wollte natürlich gleich alle haben und auch mein Mann und ich konnten uns einfach nicht entscheiden. (Vorsicht! Mehritis!) Sie waren alle sowas von niedlich. Wir mußten quasi das beste für unseren Winni aussuchen und das fiel schwer (puuuh) Eine weitere Hürde stellte sich. Die Züchterin erzählte uns, das sie im Moment keinen kleinen Bock hätte, denn er dürfte ja nicht älter als 6 Wochen(!) sein, denn sonst könnte es Beißereien geben. War jetzt der ganze Weg umsonst??????

Meine Tochter hatte bereits seit Ankunft einen kleinen Liebling im Arm und wollte ihn natürlich nicht hergeben er war aber bereits 4 Mon. Und somit konnten und wollten wir da nichts riskieren. Das Gejammer war groß und "Rodney" so hieß er bereits sollte unbedingt mit. Tja und da Rodney da ebenfalls einen Stallkollegen hatte mußte der natürlich auch mit. So war es irgendwie nicht ganz umsonst und doch war unser Winni immer noch allein!

Rodney + Oskar fühlten sich ebenfalls wohl (in einem zweiten Stall untergebracht) und Winni konnte erstmals wieder "Kollegen" quieken hören. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie aufgeregt er war als er die beiden hörte (und roch). Unsere Züchterin erwartete bald einen neuen Wurf und war sich sicher, daß dort ein Böckchen "fallen" würde. Neugierig -fast wie selbst Mutter werden - erwarteten wir die Geburt. Wir waren überglücklich als der Tag dann da war und durften auch schon 2 Tage später uns den Neuankömmling ansehen. Ooh wie süüüüß, diese kleinen Fellbündel!!!!!!! Ich war völlig fasziniert und wir durften uns einen aussuchen.

Die Wahl fiel auf "Rocco" ein US Teddy in Schoko-weiß. Er war der größte und quirligste im ganzen Wurf und super süüüß. Nun hieß es sich in Geduld üben, denn  Er sollte ja noch mindestens 4 Wochen Muttermilch genießen dürfen.

Endlich war es dann soweit, wir holten Rocco ab und gesellten ihn gleich zu unserem Winni. Nun, normalerweise sollte man ja "Neuzugänge" separieren -Krankheitsgefahr usw.- Aber wir wußten ja, daß soweit alles in Ordnung ist.

DIE FREUDE WAR RIESIG: ER BEGRÜSSTE IHN MIT EINEM LAUTEM QUIEK

UND BEIDE WUSELTEN IN IHREM STALL.

Wir hatten alle feuchte Augen und freuten uns so, daß die beiden sich so super verstehen.

Also, daß war die beste Entscheidung die wir machen konnten. Auch heute noch sind die beiden unzertrennlich und sind total lieb miteinander!

Nun hatten wir aus anfänglich, nur einem gewollten Schweinchen, jetzt vier!!!!

(Mein Spruch: Na ja ob nun drei oder vier, ist ja auch egal, macht auch nicht mehr

arbeit ) Der Kontak mit unserer Züchterin vertiefte sich, weil wir zwischendurch auch immer mal wieder fragen hatten. So kam es daß, wir bei einem -nur zu Besuch- sein, wieder einmal an einem Schweinchen nicht vorbeigehen konnten. Ich sah und vorallem (hörte) ich die Kleine und wollte sie sogleich auf den Arm nehmen

Wiedereinmal schlug der Meerie-Virus zu und packte mich!!!!!!!(Hilfe, Mehritis!)

Dieses Fellbündel, diese Äuglein. Es ging nicht anders, sie war so super süß und ich dachte schon, daß sie bestimmt nicht zu verkaufen ist. Wir durften sie mitnehmen aber nur wenn sie ebenfalls eine Kollegin bekam. Klar, auch die Kleine sollte es ja genauso gut haben wie der Rest der Bande. Und diesmal hat mein Mann sich in die einfarbige, schwarze "Daria" verliebt. Sie war schon ausgewachsen und ziemlich "propper". Sie durfte keine Babys mehr bekommen, da sie zweimal verworfen hatte und wir wollten ihr zusammen mit unserer "Merle" ein neues, schönes Zuhause geben.

Mein Mann (gel. Tischler) machte sich gleich ans Werk um unseren Muckels ein schönes Heim einzurichten. Er war voller Eifer und setzte meine Ideen auch gleich in die Tat um (Prima!) Wir fanden die herkömmlichen Käfige, in den vorhandenen Tierläden alle irgendwie zu klein. Er baute dann einen 1,80m x 0,70m langen Holzstall (Foto hier auf HP, folgt). Darin sahen die beiden, trotz Inneneinrichtung, irgendwie verloren aus. Wir dachten an die Herkunft dieser kleinen Nager und stellten uns vor, wie das wohl -auch bei Mutter-Natur- aussehen würde, wenn da noch ein "Rudelführer"

wäre.....................

Ja und bei dieser Vorstellung blieb es auch nicht lange. Wir dachten an die vielen, einsamen Schweinchen in den Tierheimen und waren uns schnell einig, daß ein Kastrat (kastrierter Bock) genau das richtige für unsere Weibchen wäre. In dem nahegelegenen Tierheim, besuchten wir die Kleintierabteilung und die freundlichen Helfer dort, zeigten uns die Meerschweinchen. Schnell verliebte ich mich in den Glatthaar Bock in Gold, der dort ganz alleine saß und recht zutraulich ans Gitter kam (welch Wunder bei dem Trubel dort) Ich schmolz dahin und wir wollten ihn auch sogleich mitnehmen Er war nur noch nicht kastriert. *schluck, da hört man ja so einiges............

("Op gelungen, Patient tot) die Entscheidung fiel schwer aber wenn "Teddy" mitsollte,

dann nur als Kastrat. Wir willigten in die OP ein und ich fieberte der Entscheidung entgegen, wie nun das Ergebnis wäre?! Es gab Komplikationen (siehe Teddy´s Story) aber schluß endlich zog er bei uns ein. In einem Extra-Käfig (Die Böcke können bis zu 6 Wochen danach noch decken) und auch zur besseren Wundheilung war er erstmal auf Zeitungspapier "gebettet"

Ja eigentlich sagte man uns, daß es keine Böcke gibt die auch nur nach 4 Wochen noch decken und um sicher zu gehen, haben wir halt 6 Wochen daraus gemacht!

Unsere Rudelgruppe hat sich prima zusammenraufen können und es ist herrlich zu sehen, wie die Rangordnungen untereinander aufgeteilt sind. Mittlerweile haben wir uns ertappen können, daß auch nur der kleinste Bericht (ob TV oder Zeitung) uns interessiert, wenn es um Meerschweinchen geht. Wir besuchen, sofern möglich, jede Ausstellung und interessieren uns auch, wie andere ihre Schweinchen halten. Einiges haben wir uns schon anschauen können und haben festgestellt, daß es unterschiedliche Ansichten gibt, wie man Meerschweinchen halten kann.

Unsere Meerlies haben im Winter ihren großen Stall bei uns im Haus und zum Frühjahr (mein Mann hat in unserem 400qm Garten für die jeweiligen Gruppen tolle Gehege gebaut) können alle (langsam gewöhnen, sonst drohen Koliken durch das frische Gras) dann auch Sonnenlicht und frische Luft genießen. (Auch dazu noch mehr).

Viele halten auch ganzjährig draußen (kann man sehr wohl machen) aber meine Kinder und ich (und auch mein Mann ) knuddeln mit den Schweinchen viel und dann ist die Umstellung für´s Tier eine echte Herausforderung , die auf die Gesundheit geht. Also heißt, Tier zum knuddeln ins 20 Grad C warme Haus und anschließend wieder in die Kälte. Das geht natürlich nicht! So haben wir uns entschieden, daß unsere Tiere im Winter im Haus bleiben.

Auch an sehr kalten und/oder regnerischen Sommertagen bleiben unsere lieber im Haus.

Kürzlich hat mein Mann das Gehege für unsere Böcke umgebaut, auch die sollen ihre 2. Etage bekommen. (Hierzu folgen noch Bilder)

Unserer Jüngster "Neuzugang" ist die kleine Kira. Sie ist jetzt 6 Wochen (Mai 2003) und schon richtig frech. Ich habe sie auf einer Ausstellung gesehen und die Farbe gefiel uns sehr! *schwärm. Sie ist ein Glatthaar in Creme und soll, sofern sie sich weiter gut entwickelt, vielleicht mal Mama werden.

Ja, jetzt haben wir 8 Meerlies und da wir auf jeden Fall einen eigenen Wurf haben wollen, sind wir uns auch darüber im Klaren, daß die Babys, die dann kommen

eventuell auch bei uns bleiben. Platz ist ja vorhanden und wir werden sehen, ob wir uns von den kleinen Geschöpfen dann trennen können oder nicht. Aber zumindestens ist für alle im Notfall gesorgt und darauf kommt es uns an. Das es alle Tiere bei uns guthaben sollen!

Bin auf jeden Fall jetzt schon super aufgeregt und werde weiterhin ausführlich berichten, wenn es ENDLICH soweit ist!!! Mehr darüber gibt es dann, wenn es heißt: Unser allererster Wurf!!!!

Eure Conny